Posts mit dem Label Erkenntnisse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Erkenntnisse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2012/02/12

2012

Neues Jahr, alter Blog.

Ja, ich bin noch da. Oder wieder. Oder so.

Schon krass: Da fängt man eine neue Arbeit in einer neuen Stadt an, und *wusch* sind zwei Jahre weg. Einfach so.
Da mich die Gedanken aber nunmal nicht so ganz loslassen, entsteht hier mal wieder etwas Neues aus dem Alten.

Neben dem (nicht mehr wirklich) neuen Job gibt es mittlerweile auch ein neues Rollespiel (DSA) und meinereiner auf den Pfaden eines Spielleiters. Da wird noch einiger Schreibstoff anfallen...
Das kurz und knapp zur Einführung. Es ist ziemlich kalt gerade in Deutschland, das werde ich demnächst an einem Beispiel verdeutlichen.

Bis die Tage.

2009/12/09

Google will die Weltherrschaft

So lautet der Titel des heutigen Kommentars im "Netzwelt"-Bereich auf Spiegel Online. Er hat einen so bedenklichen Inhalt, was Datenschutz und Abhandenkommen von Privatsphäre betrifft, dass ich ihn hier wiedergebe.
Mal sehen, was passiert - die blogspot-Seite, die auch mein Blog beherbergt, wurde vor einiger Zeit von google aufgekauft...

Google will die Weltherrschaft - Ein Kommentar von Christian Stöcker (08.12.09)

EDIT:
Aus urheberrechtlichen Gründen entferne ich die Wiedergabe des Artikels von meinem Blog.
Da die Regelungen nicht einheitlich sind und dies hier vor allem keine wissenschaftliche Arbeit darstellt, wie hier gefordert wird, und ich mir auch keinen Ärger von Journalisten einhandeln will, die sogar Privatpersonen mitsamt deren privaten, werbelosen Blogs verklagen - wie beispielsweise durch eine Journalistin geschehen!


-----------------------------------------------------
Apropos Gefahr - ich hoffe man merkt, in welch bedenkliche Richtung sich das bewegt...

2009/10/18

Invasives Verhalten

Es ist schon interessant. Zwischen Musikgeschmack und Beziehung scheint es so etwas wie eine Korrelation zu geben. Noch lange vor A.S.P. fing meine Freundin an, ein Faible für ein Duo namens Deine Lakaien zu entwickeln. Mit einem Sänger, der eine extreme Bassstimme hat. (Und mit dem Resultat, dass wir im November auf einem Komzert ihrer Akustiktour sein werden...)

So nach und nach haben sich nämlich beim Mithören - kam ich in ihrem Auto z.B. als Mitfahrer halt nicht drum herum - auditive Gliedertiere aka diverse Ohrwürmer breit gemacht. Einige Alben habe ich mittlerweile auch schon mehrfach gehört und für gut befunden.
Mit A.S.P. läuft es ähnlich. Und Jahre zuvor hatten wir parallel Nightwish entdeckt. Aber immerhin unabhängig voneinander.

Kann man nun daraus schließen, dass eine Beziehung mit ähnlichem Musikgeschmack an Stabilität gewinnt? Ich sag mal so: Ich werde nicht versuchen, die Theorie mittels Volksmutantenstadel absichtlich zu widerlegen...

2009/02/23

heisskalt...

So, es gibt diesen lustigen Text ja immer wieder mal. Doch ich konnte nicht umhin, sie hier einfach mal zu posten. Viel Spaß!

----------------------------------------------------------------------

Im folgenden eine wirklich gestellte Frage im Abschlußtest Chemie der UNI
Maynooth (Grafschaft Kildare, Irland).

Die Antwort eines Studenten war so "tiefschürfend", daß der Professor sie
seinen Kollegen nicht vorenthalten wollte und über das Internet
verbreitete,
weshalb wir uns nun ebenfalls darüber amüsieren dürfen.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Bonusfrage: Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab) oder endotherm
(absorbiert Wärme)?

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, daß sich Gas
beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck sinkt oder etwas in
der Art.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Ein Student allerdings schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die
Zeit verändert.
Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern
und die Zahl jener Seelen, die die Hölle verlassen.
Ich bin der Meinung, daß man mit einiger Sicherheit annehmen darf, daß
Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Deswegen
verläßt keine Seele die Hölle.

Bezüglich der Frage, wieviele Seelen in die Hölle wandern, können uns die
Ansichten der vielen Religionen Aufschluß geben, die in der heutigen Zeit
existieren.

Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, daß man in die
Hölle wandert, wenn man ihnen nicht angehört. Da es mehr als nur eine
dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion
angehören kann, kann man davon ausgehen, daß alle Seelen in die Hölle
wandern.

Angesichts der bestehenden Geburts- und Todesraten ist zu erwarten, daß
die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird.Betrachten wir
nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle. Da laut Boyles Gesetz
sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl
ausdehnen muß, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben,
haben wir zwei Möglichkeiten.

1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzukommender
Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen
bis die ganze Hölle auseinanderbricht.

2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzukommender
Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist es nun?

Wenn wir Sandras Prophezeihung miteinbeziehen, die sie mir gegenüber im
ersten Studienjahr geäußert hat - nämlich, daß "es in der Hölle ein kalter
Tag sein wird, bevor ich mit dir schlafe" - sowie die Tatsache, daß ich
gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit Zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, daß die Hölle endotherm ist und bereits
zugefroren sein muß.

Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, daß keine weiteren
Seelen dort aufgenommen werden können und sie erloschen ist ... womit nur
noch der Himmel übrigbleibt und die Existenz eines göttlichen Wesens beweist
- was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit "Oh mein
Gott"
geschrien hat.

Dieser Student erhielt als einziger einen Einser.

2009/01/12

The Gorgonzola Incident

Englischer Titel. Ist mir aufgefallen. Das soll es mit dem Ausflug ins Ausländische für dieses Mal auch schon gewesen sein. Weiter geht es mit einer typisch deutschen Eigenschaft. Kundenserviceabstinenz.

Letztes Wochenende in einer Filiale der Kette Edeka in Kiel. Das Geschäft hatte wie jeden Sonntag eine Zeit lang geöffnet. An sich lobenswert. Es begab sich jedoch, dass eine kleine Gruppe hungriger Menschen, zu der auch ich gehörte, als Ziel für das Mittagessen Spaghetti mit Gorgonzola-Soße ins Auge gefasst hatte. So suchten wir also den Selbstbedienungsbereich des Ladens durch und sahen, dass wir nichts sahen, was nach Gorgonzola aus sah – oder roch.

Einer Idee folgend ging ich weiter in Richtung Käsetheke. Und siehe da, gleich vorne direkt an der Scheibe lag er, der Gorgonzola. Rechts daneben befand sich, für das Servicepersonal durch eine Glastür getrennt, die Fleischtheke – teils leer geräumt, teils zugedeckt.

Da zudem im Käsebereich auch noch Licht an war hatte ich Hoffnung, dass uns jemand den Käse rausgeben könnte. Denn auf den in den Auslagen liegenden Schilder stand nur etwas davon, dass die „Schlachterei“ sonntags nicht geöffnet habe. Und da für mich Käse nicht gleich Fleisch ist, galt m.E. das Schild halt eben nicht für den Käsebereich.
Des Weiteren erwähne ich hier nochmals die indirekten Hinweise, die zu meiner Hoffnung beigetragen haben:
die Käsetheke war beleuchtet
die Auslage selbiger Theke war weder abgedeckt noch entfernt worden, wie in der Schlachterei daneben

Wie sich bald heraus stellen sollte, teilten weder die Standard-stupide Hilfskraft noch der vorgebliche Filialleiter meine Ansicht...

Ich gebe zu, ich war bereits etwas griffig, nachdem mir besagte Europalettenfahrerhilfskraft schon keine fundierte und aussagekräftige Antwort geben konnte (mal abgesehen von „weisschnich, glaub die ham nich auf“). Dementsprechend offensiv ging ich die Diskussion mit dem nicht wirklich flexiblen Filialleiter an. Der hatte nämlich kein anderes Tonband eingelegt außer „das machen wir schon seit zwei Jahren so... dafür gibt es unsere SB-Truhe ...“
Der intelligente Leser, gern auch weiblichen Geschlechts, hat sicher schon längst bemerkt, dass es an dieser Stelle auf die in Deutschland bekannte und beliebte Geisteshaltung >>Das war schon immer so, das war noch nie anders, da könnt ja jeder kommen<< hinaus lief.

Das Mitdenken dieser Person belief sich darauf, dass er von nun an nun sonntags auch eine Decke über den Käse legen wird. Großartig! Fleißige Filialleiter braucht das Land!
Ich habe ihm mindestens dreimal Brücken gebaut, so dass er sich dazu hätte herablassen können, selber an die Käsewaage zu gehen und Kunden auch mal auf die Schnelle einen Sonntagssonderwunsch zu erfüllen.
Und er hätte es soviel einfacher gehabt als mit einem leicht angefressenen Gronk zu reden und sich von dem (also mir) zwischen den Zeilen unter die Nase reiben lassen zu müssen, was für eine hohle Nuss er da gerade abgibt. Ich glaubte ihm auch einfach nicht, dass er die Waage nicht bedienen kann – denn dann wäre er an seiner Position mangels Vorbild- und Einweisefähigkeit schlichtweg fehlbesetzt.

Okay, der Teil hat mir im Prinzip Spaß gemacht. Und gut getan. Doch um Deutschland tut es mir leid, wenn überall die Kunden erst nach unflexiblen Vorschriften kommen.

Wir haben uns dann übrigens mit Cambozola ausgeholfen. Ist zwar nicht so intensiv wie der Wunschkäse, auf jeden Fall jedoch ebenso lecker als Soße.
Das Ergebnis kann man übrigens HIER bewundern.

Naja. Gut, dass wir da nicht nochmal hin müssen. Denn unsere besuchten Freunde ziehen bald um. Folglich wird es irgendwann in zeitnaher Zukunft einen ähnlichen Test in Hamburg geben...

2008/09/17

10,51 m

Geschafft!

10 Meter und 51 Zentimeter. So hoch ist die Kletterwand im RoXx, wenn ich mich recht an die Worte des Einweisers erinnere.
Und seit heute Abend kann ich nun sagen: Yep. Da oben war ich. Und wieder runter, und wieder rauf, und wieder runter, und wieder - you get the picture...

Ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne - ähm - oben. Klettern an zwar bekannter Stelle doch ohne Angst, fallen zu können. Und mit voller Konzentrationsmöglichkeit auf die Strecken, die ich mir zum Klettern vornehme. Nun kann ich auch das letzte bisschen Ehrgeiz rauskitzeln, wenn ich kurz vorm Ziel bin und oben noch abklatschen will.

Schätze, ich sollte bald mal einkaufen gehen, damit ich mir die Ausrüstung nicht mehr leihen brauche.
Die hilft mir vielleicht auch aus der Badewanne.
Darin bin ich eben nämlich prompt eingeschlafen.

Gute Nacht.

2008/09/01

Dragonborn

Das wäre eigentlich prophetisch vorher bestimmt die optimale Rasse für mich. Wenn ich einen weiteren Charakter für eine Dungeons&Dragons Rollenspielrunde erschaffen würde. Klingt schon irgendwie gut, Dragonborn. Ich zitiere mal aus der Beschreibung des englischen Spielerhandbuchs:

To a dragonborn, honor is more important than life itself. First and foremost, honor is tied to battlefield conduct. Adversaries should be treated with courtesy and respect, even if they are bitter enemies. Caution and discretion are key to a warrior’s survival, but fear is a disease and cowardice is a moral failing. his destiny in battle.


Verlockend, verlockend. Doch warum komme ich eigentlich darauf? Und wieso für mich bestimmt?
Die Antwort darauf liegt offensichtlich gut versteckt im chinesischen Kalender. Denn vor vielen, vielen Jahren – na gut, weniger als drei Dutzend – gab es eines dieser alle zwölf Jahre wiederkehrenden Tierkreiszeichen, unter dessen Zeichen ich das Licht dieser Welt erblickte. Nun ja, wohl eher das hässliche Licht der Neonröhre vom Kreissaal. Was verständlicherweise zum Heulen ist und der wahre Grund dafür, warum Babys nach der Geburt erstmal kräftig los schreien.

Doch ich schweife ab. Schließlich geht es hier um nicht mehr und nicht weniger als das Jahr des Drachens. Jawohl. Interessanter Jahrgang übrigens...
Nun nehme man noch die entsprechende Jahreszahl, füge an den zwei markanten Stellen die nötigen Punkte hinzu, und heraus kommt mein Geburtsdatum.
Toll, was? Bisher habe ich als Antwort immer gegeben, dass es der Jahrestag des Beginn des Zweiten Weltkriegs ist, doch da das anscheinend kaum jemand weiß – und es mir ebenfalls hauptsächlich deshalb im Kopf geblieben ist, weil ich das Datum gebürtlicherweise kenne – muss ich mittlerweile auf andere Eselsbrücken zurück greifen.

Ergo: Willkommen, oben erwähnte Jahreszahlspielerei.
Übrigens bin ich auf der Suche nach weiteren interessanten Ereignissen des heutigen Tages darauf gestoßen, dass vor 23 Jahren das Wrack der Titanic entdeckt worden ist. Und so erlauchte Personen wie die beiden Kaulitz-Zwillinge alias „Tokio Hotel“ ebenfalls heute Geburtstag haben. Hurra.
Von Mohammed Atta wollen wir mal lieber nicht reden...

Und um noch was zum Aufhänger des ganzen Geschreibsels zu sagen: Ich mag Drachen. Die kraftvolle Ausstrahlung, die sofort in einem assoziiert wird, wenn man an diese mythische Rasse denkt. Ein feuriger Odem. Je nach Author/Idee hochintelligent und/oder weise. Sind es nur Fantasiegestalten, oder doch irgendwann mal über das Antlitz der Erde geflogen?
Ich denke, es gibt nichts, was es nicht gibt. Oder gab. Irgendwo in einem Universum wird es Drachen geben, oder gegeben haben. Vielleicht sogar in diesem.

Und was vom Tage übrig blieb? Eine hab ich noch, die ebenfalls die nette Spielerei mit der Jahreszahl und dem Punkte-hinzufügen spielen durfte: Gloria Estefan, geboren am 1.9.57
Schöne Stimme und Musik.
Aber blödes Tierkreiszeichen.

Nämlich das des Hahns.
Hähä.

2008/06/11

Das merkwürdige Verhalten suchtreifer Großstädter zur Nahrungszeit

Letztens hatte ich wieder so eine Gelegenheit zur Erleuchtung. Lange Zeit habe ich es nicht bemerken wollen, ignorierte geradezu jegliches Anzeichen, das sich mir aufdrängte. Doch mittlerweile kann und darf ich nicht mehr dazu schweigen.

Meine Freundin ist süchtig. Nein, nicht nach der Katze... naja gut, doch natürlich auch das.
Ich meine jedoch etwas ganz anderes:

Sie ist süchtig nach - Kochbüchern!

Es fing alles so klein und harmlos an. Da traf man sich mal, dann mal häufiger, dann wurde gekocht, dann irgendwann regelmäßiger.. und als wir vor nunmehr einem Jahr zusammengezogen sind, ergab sich eine gewisse tägliche Regelmäßigkeit im gemeinsamen Abendessenkonsum.

Da ihre Mutter jedoch keine Kochbücher und Tipps für Rezepte hatte, weil sie das Portionieren der Mengen immer aus dem Bauch heraus macht (an dieser Stelle hätte ich wirklich stutzig werden und mich über genetische Verhaltensveranlagungsmöglichkeiten informieren sollen), machte sie sich über ihre und meine her.
Ja, ich habe tatsächlich auch einige wenige Kochbücher.
Die fallen jedoch nicht mehr so ins Gewicht. Denn im Laufe des letzten Jahres wurde eine Ebene vom schwarzen Billy-Regal nach und nach immer voller mit Büchern der gleichen Sorte. Mal günstig im Angebot, mal zufällig gesehen.

Vor einiger Zeit fiel mir das dann doch schon etwas auf, und daraus resultierte folgendes: Ich ermahnte meine Freundin, dass sie erst dann ein neues Kochbuch kaufen dürfe, wenn sie aus dem letzten davor mindestens eine Sache gekocht hat. In Gedanken sah ich nämlich schon das Regal unter der Last zusammenbrechen und die Katze unter sich begraben. Obwohl, die wäre wohl schnell genug auf den Beinen und würde nur an der Tür stehen und zugucken.
Nun denn, so ging das einige Zeit gut. Und lecker, das will ich ja auch gar nicht abstreiten. Vegetarisch lecker, um genau zu sein. Ich bin ja nur auswärts carnivor.

Und sie lebten glücklich und zufrieden bis...

... tja, bis meine Freundin mich aushebelte.

Da sie nicht dauernd Kochbücher besorgen konnte ist sie dummerweise auf eine ziemlich logische Idee gekommen, die in temporärer Permanenz begründet ist:
Sie hat sich einfach einen Ausweis für die Stadtbücherei besorgt.

Wie soll ich denn wissen, dass dort, an einem so unsäglichen Ort voll bedruckten Papiers, wo von der Weisheit vorletzter Schluss bis hin zu Hägar-Comics alles zu finden ist, tatsächlich auch komplette Regale von leihbaren Kochbüchern stehen? Die wandern jetzt wöchentlich jeden Samstag ab in unsere Wohnung und pflastern sie zu. Was habe ich getan? Oder nicht getan?

Das Ganze ist natürlich jetzt schon in der nächsten Phase angelangt... an Statt sich neue Kochbücher zu kaufen, werden einfach die besten Stellen - oder gleich komplette Bände! - kopiert und beim ortsansässigen Kopiershop gebunden! Es werden immer mehr. Und sie sind teilweise so dick - wie will sie das alles ausprobieren?
Werde ich etwa gemästet?
Dient das alles einem höheren Zweck?

to be continued...

2008/01/21

Siff on

Der Siphon an sich ist ein blödes Teil.

Ha, so beginnt der Eintrag gleich mit einem Knaller. Eine einfach so dahingeworfene Behauptung, provokativ und verurteilend. Dafür um so wahrer (uuuhhh, gleich nochmal so eine Annahme, jetzt geht's aber los...).
Warum?
Weil so ein Siphon ganz schön Ärger machen kann.

Das mussten wir zwei Wochen nach unserem Umzug feststellen. Denn da haben wir unsere Küche geholt und installiert. Welch Glück, dass eine Freundin von uns Tischlerin gelernt hat... und sich auch noch die Zeit nahm. Das war eine super Sache.

Das Abholen der Küche war eine kleine Geschichte von Hitze, Fahrerei, und Windkraft. Denn der Wind kann ganz schön kräftig sein, wenn man sich einen Sonntag lang einen Kleintransporter mietet und dann auf Grund mangelnden Vorhandenseins einen Großtransporter zum gleichen Preis bekommt...
Nun ja, der Wagen hatte interessanter- und glücklicherweise eine Drosselung auf 130 km/h eingebaut. In der Tat war das Fahren im Nachhinein ähnlich anstrengend wie die gleichen 700 Kilometer mit 200 Sachen ab zu spulen, der Seitenwind und diverse Verkehrssituationen fordern ihren Tribut. Letztendlich reduzierte sich der Tag auf Wagen holen – zu Freundins Schwester fahren – Küche einpacken – zurückfahren.

Witzigerweise klappte das Schleppen und Aufstellen ziemlich gut. Zwei Tage später beim Küchenaufbau konnten wir sogar die alten Bohrlöcher benutzen, um die Küchenschränke auf zu hängen - es lebe die Deutsche Industrie Norm!

Danach ging es ans Anschließen von Spüle, Spülmaschine und Waschmaschine. Alles an einem Zu- und Ablauf. Frei nach dem Motto: Einer für alles, und alles im Eimer.
Man bemerke das Krisen- und Konfliktpotenzial.

Um den langweiligen Teil kurz zu fassen: Die Wasserabläufe anzubringen waren nicht wirklich das Problem.
Sie am Siphon auch dicht zu bekommen schon eher. Das ließ sich erst mit einer nachgekauften Packung Dichtringe erledigen.
Richtig lustig wurde es eigentlich insbesondere beim Anschluss der Spülenarmatur an die Wasserversorgung. Wohlgemerkt, nachdem wir die beiden - interessanterweise direkt im Spülenschrank neben den Anschlüssen angebrachten - Steckdosen mit spül- und Waschmaschinenleitung bestückt hatten.
Während wir gerade nicht in der Küche waren und sich unsere Tischlerfreundin, nennen wir sie an dieser Stelle mal „die-mit-der-Arschkarte“, daran machte, die Wasseranschlüsse nachzuziehen, hatte einer davon es sich anders überlegt und wollte dann doch lieber die Küche fluten.

Unschwer zu erraten, dass wir binnen kurzer Zeit durch laute Flüche aufgeschreckt in Richtung Küche unterwegs waren. Wobei ich dann schnurstracks daran vorbei gleich zum Sicherungskasten spurtete, um eine spontane Notabschaltung herbei zu rufen. Denn den Strom hatten wir schon wieder aktiviert, weil es bis dato keine Probleme gegeben hatte...

Jaha, da kam Freude auf. So schnell wie möglich war die Sturzflut dann beendet worden, und wir um eine Erfahrung und ein paar nasse Klamotten reicher.

Im Anschluss daran (hach, welch hirnreiches Wortspiel) ging es natürlich an den Ablauf des Wassers. Dafür sorgt für gewöhnlich ein Siphon. So auch in unserer Spüle. Der Unterschied zu vielen anderen Siphons: Das Teil ließ sich zwar anbringen, wurde jedoch erst nach und nach dichter. Also nach unzähligen Dichtringtauschs, Ummontage, Schmerzen durch das Kopf-an-die-Wand-Spiel (teils auch aus Verzweiflung), inklusive diverser Baumarktgänge. Unschwer zu erraten, dass dies nicht alles an einem Tag passiert ist. Irgendwann jedoch war das letzte Leck geschlossen.

Zu dem Zeitpunkt hing schon lange ein Ausdruck an der Spülentür. Basierend auf der Markenvorlage eines bekannten Computerchipherstellers prangen dort auch jetzt noch die Worte: "Gelegentlich zuverlässiger Siphon inside"
Merke also: Siphons sind doof.

Das Waschbecken im Bad beherbergt übrigens auch einen. Soll ich mal erzählen, was der integrierte Verschlusshebel des Beckens mittlerweile macht?

Ach nein, lieber nicht. Noch ist die Wohnung ja nicht geflutet...

2007/10/10

Ein Licht geht auf

Weißt du noch wie's früher war? Früher war alles schlecht.
Die Decke leer, die Lampen mies, der Flur war furchtbar ungerecht.
Doch dann, dann kam die Wende - unser Leid war zu Ende!

Hip hip hurra, alles ist super, alles ist wunderbar!
Hip hip hurra, alles ist besser, als es gestern war!

Und überall wo man hinguckt: Leuchtende Muster und sooo..........

Weg von den Ärzten und herzlich willkommen zur Begrüßung unseres neuesten und finalen Wohnungsmitgliedes: Gronk proudly presents - die Flurlampe!

Selbstverständlich halten mich nun viele für etwas merkwürdig ob dieser Hymne. Und sie haben sicher mehr als Recht. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass der Plan, die Baufassung im Flur als letztes Umzugs-to-do-Teil gegen eine besondere Lampe auszutauschen, von Erfolg gekrönt war.
Dieser jedoch ist mit viel Warterei, Suchen, und nicht zuletzt einer Menge Nerven auf der Schlussgeraden erkauft worden.

Erstmal das tolle: Die Lampe hat ähnliche Kugelform und sonstigen Aufbau wie die erste Idee, die wir damals dummerweise in einem Designergeschäft gesehen hatten. Dummerweise, weil die Form und das Lichtspiel sehr cool und sauteuer waren. Es wäre schon ziemlich dämlich, sich bei einer nur halbwegs stabilen Lehmdecke, wie wir sie haben, eine Deckenlampe für eintausend Euronen - jawohl, richtig gelesen - zu zu legen.
Ich mag nicht immer gesunden Menschenverstand an den Tag legen, meine Freundin dafür umso mehr... selbst wenn, und ich betone nochmal, selbst wenn ich einen Moment der geistigen Kaufumnachtung gehabt hätte, das überzeugende Veto war mir gewiss. Auch bei der kleinen Version für nur fünfhundert Euro.
Also ging die Suche weiter.

Die nächste interessante Kandidatin entdeckten wir in einem Baumarkt. Eine kristallähnliche Form für nur zweihundertfünfzig Mücken. Interessant, aber noch nicht überzeugend.
Und man glaubt es kaum, in einem Laden, der nicht aus Schweden kommt, wurden wir vor kurzem fündig: Kugelform für nur ein Zehntel des Designerpreises. Blieb nur noch die Frage: Warum nicht gleich so?

Zuhause angekommen machten wir dann eine weitere Erfahrung: Das Anbringen einer Deckenlampe kann eine schöne gemeinsame Tätigkeit sein. Schön nervig.
Es fing eigentlich ganz gut an, die Kabelzuordnung ward gefunden, die Leitung gekürzt, und dann ging es ans Befestigen der Lampe. Mit zwei simplen Schrauben, die durch die Deckenhalterung und den Zylinder, welcher die Elektronik beinhaltet, gehen sollten.

Sollten.

Es ist mir immer noch unbegreiflich, wie sich die erste Schraube so relativ problemlos einwinden ließ, um es dann der zweiten zu überlassen, die Logik auf den Kopf zu stellen. Man stelle sich das vor: Ein Zylinder hat zwei exakt gegenüber angebrachte Löcher, welche zu einer Stange passen, die exakt an denselben Stellen ebenfalls Löcher aufweist. Und im Lieferzustand sogar schon so angebracht waren. Dann nehme man die zu fünfzig Prozent fertige Halterung und stelle sich zwei fluchende menschliche Wesen vor, das eine vor einer Leiter stehend, das andere mit einem Fuß auf der höchsten Leitersprosse und dem anderen auf der Klinke der Badezimmertür.
Und nun füge man noch den Faktor Zeit mit der Dauer von einer Dreiviertelstunde ein.

So lange hat es nämlich gedauert, bis wir uns dazu entschlossen hatten, an Stelle der zweiten Schraube, die sich partout nicht durch zwei nachweislich exakt übereinanderliegende Löcher drehen lassen wollte, einen Schaschlikspieß zu stecken.
Der besitzt nämlich die tolle Eigenschaft, nicht nur als Justierhilfe dienen zu können, sondern auch problemlos beide Gewinde zu einer stabilen Halterung zu machen.
Nach dem Beruhigen, Abendesen und Abschalten kamen wir dann zu dem Schluss: Wir haben nun eine coole Ligtshow im Flur, je nach Interpretation eher Disco oder Weihnachtsstimmung. Mit cooler alternativer Befestigung.


Der Designerladen mit der 1000 Euro-Kugellampe ist übrigens mittlerweile geschlossen.
Die Lampe war zu Beginn der Räumung schon weg.

Der Schaschlikspieß hält.

2006/10/05

Ex und hopp?

Letztens ergab es sich mal wieder, dass der Sonntagmorgen sehr schön sonnig war und ich so früh auf, dass ein gemütlicher Spaziergang zum Bäcker statt schnellem just-in-time-Gehetze wie sonst locker möglich war. Also raus, gute Laune mitgenommen, Freundin auch.

Auf dem Weg dorthin bemerkte ich eine Fußgängerin ca. 100 m vor uns, deren Gang mir bekannt vor kam. Wenn sie rechts abbiegt, ist es meine Ex, dachte ich mir. Sie bog rechts ab – weil das der Weg zum Bäcker ist, den sie jeden Sonntag für sich und ihre Mutter abspult. Nun gut, dann trifft man sich da wohl nach längerer Zeit mal wieder. Denn eigentlich dachte ich, sie wäre wie seit langem in Brüssel, Praktika durchziehen. Jetzt gerade wohl nicht. Na ja, Freundin kurz vorinformiert, Augen zu und durch. War schließlich schon ein paar Jahre her, und hatte auch keinen Zoff gegeben.

Beim Bäcker dann Erkennen ihrerseits, kurzes Begrüßen und den aktuellen Status austauschen. Sie ist bald im Süden Deutschlands, hat eine Promotionsstelle bekommen, nach langem Suchen. Das freut mich für sie, hat sie auch verdient.
Viel mehr haben wir uns dann nicht unterhalten, wäre mir auch blöd vorgekommen, sie beim Bäcker meiner Freundin vorzustellen. Aber mehr hatten wir uns irgendwie eh nicht zu sagen, daher hieß es dann nur noch tschüss, und schon standen wir noch in der Schlange, während sie schon abgefertigt und weg war.

Was mich ja doch ein wenig nachdenklich macht: Da war man über ein Jahr zusammen in einer Beziehung, und hat sich später eigentlich so ziemlich gar nichts mehr zu sagen. Was sagt das über die vorige Nähe aus? Hatte doch jeder zu viel Mauern vor sich stehen, und den anderen nicht nahe genug heran gelassen? So kommt es mir vor. Wie schon damals vor drei Jahren, als ich einen Schlussstrich gezogen habe. Der Kontakt ging immer weiter runter seitdem, und was bleibt am Ende? Vergessen und abhaken? War was?
Hat es sich gelohnt? Ich denke schon, auch wenn es schwer ist, konkretes auszumachen. Aber etwas bleibt immer, was man daraus gelernt hat. Manchmal glasklar, manchmal tief unter der Oberfläche, eine Einstellung, die sich entwickelt. Meinungen, die sich bilden.
Auch wenn ich bezweifle, dass ich sie jemals wieder sehe, wünsche ich ihr alles Gute.

Zurück erblickt man nur die Vergangenheit. Kleine, große, und unmerkliche Erfahrungen, die die Persönlichkeit formen. Und die Zukunft? Das Resultat.

Was vom Jahre übrig blieb.