Hallo und willkommen zu einer neuen Folge der Tele-Soap!
Heute lesen wir: wie man sich den Einstieg ins Wochenende vermiest, und wie verdutzt Leute am Telefon klingen können. Gleich im nächsten Absatz geht's weiter.
Es ist mal wieder Freitag. Ja genau, so wie letztens, als ich ein neues Modem bekommen habe. Das lag jedoch schon zwei Wochen zurück - noch nicht lang genug, um sich in trügerischer Sicherheit zu wiegen und zeitlich genügend, tägliche Paranoia in den Alltag einfließen zu lassen.
Paranoia? Ich? Nein, natürlich nicht. Ist doch ganz normal, morgens vor und abends nach der Arbeit erstmal einen Blick auf das Modem zu werfen, ob denn auch das Internet-Licht grün zeigt.
Nun ja. Zwei Wochen lang sinkt meine "Modem-Aggro" nach und nach auf niedrigere Werte.
Und dann ist mal wieder Freitag.
Hurra, Wochenende! Gleich mal gucken, was denn so ansteht am Abend. Mensch, die Seite braucht aber laaang zum Aufbauen... Moment mal...
Ja, in der Tat, ein Blick nach rechts bestätigt meine vorgepreschte schlechte Laune: Rotes bzw. fehlendes Licht da, wo sonst in trauter Vierfaltigkeit das Quartett grüner Kontrollleuchten auf dem Modem prangt. Und das natürlich am Freitagabend, wo ich mich doch schon online verabredet habe [Der kleine Pedant in mir merkt an, dass das "wo" an dieser Stelle grammatikalisch eigentlich gar nicht so korrekt sei. Ich ignoriere ihn aber mal zur Abwechslung].
Soviel also dazu, dass angeblich im Dezember alles am Modem gelegen habe.
Leicht angesäuert gehe ich meine Optionen durch, lande ob geringer Frustrationstoleranz schnell am Telefon und wähle die technische Hotline vom kleinen a.
Mehr als leicht angesäuert erfreue ich mich der Warteschleifenmusik.
Nach zehn Minuten befinde ich mich jenseits des Zorns und schalte auf stur.
Nach ungefähr einer Viertelstunde hole ich meinen aktuellen Perry Rhodan-Roman und beginne, die Wartemelodie in den Hintergrund zu verdrängen und nur noch mit der geringstnötigen Aufmerksamkeit zu behaften.
Nach mehr als einer halben Stunde (!) bekomme ich eine nicht elektronisch generierte Stimme zu hören. Soll mich doch in Ruhe weiterlesen lassen - ach nein, da war noch was...
Scheint so, als wenn die kurz vorm Wochenende viel zu tun hätten. Immerhin geht die Dame nun mit mir die möglichen Optionen und Tests durch. Teilweise denkt sie wohl, ich gehöre zur Dummi-Kundschaft, doch nachdem ich ihr versichern kann, dass gerade a) ein Windows-PC und b) ein MacBook versuchen ins Internet zu kommen, und das mit a) Patchkabel bzw. b) WLAN, sieht sie ein, dass da wohl entweder was mit dem Modem oder der Leitung nicht in Ordnung sein könnte.
Welch Erkenntnis. Immerhin erzählt sie nix von "Leitung durchrütteln" oder so, sondern benutzt gleich das tolle deutsche Wort "Portreset"...
So bleibt es dabei, der Portreset wird wohl durchgeführt, dauert bis 24-48 Stunden, und wenn weiter was ist werde ich vom Kundendienst kontaktiert.
Ergo ergebe ich mich in mein Schicksal, schicke eine SMS, dass ich nicht online gehen kann, und wende mich Plan B zu: Für solche Fälle habe ich mir nämlich C&C 3 zugelegt, damit ich auch offline was spielen kann wenn mir danach ist. Den Perry Rhodan habe ich ja grad schon gelesen...
Eine weitere Dreiviertelstunde später weist meine Freundin (ja genau, die-von-der-Katze-Indokrinierte) mich darauf hin, dass am Modem grüne Lichter leuchten. Ich zähle nach: Es sind vier. Alle da. Auch Internet.
Leicht fatalistisch irritiert starte ich testweise den Firefox-Browser (und warne an dieser Stelle vor den Sicherheitslücken im Internet Explorer. Weil sie da sind). Die Google-Seite - mein Startlink - kommt zügig auf den Schirm. Na dann...
So konnte der Abend leicht verpätet doch wie geplant starten.
Zeitsprung: Nun ist Montag, das Wochenende vorbei. Auf der Arbeit klingelt mein Handy: Der Kundenservice vom kleinen a ist dran. Es gehe um die von mir gemeldete Störung. Ich erkläre dem Herrn, dass am selben Tag schon wieder Netz da war und am Wochenende keine weiteren Unterbrechungen von mir beobachtet worden waren.
An dieser Stelle muss ich zugeben, ich habe noch nie mitbekommen wie es sich anhört, wenn dem Gesprächspartner am Telefon die Kinnlade herunterklappt. Bis zu diesem Moment. Der Herr war deutlich hörbar sehr verdutzt, dass es grad keine Probleme gibt. Da hat er gleich zweimal hintereinander nachgefragt. Und ja, die Störungsmeldung kann er nun abhaken, sage ich ihm noch. Nicht ohne mir den Zusatz zu erlauben "Bis zum nächsten Mal, hoffentlich nicht so bald".
Letzten Sonntag gab es mal wieder einen Aussetzer. Glücklicherweise am Vormittag, da gehe ich eh nicht ins Netz und besitze genug Geduld, bis wieder grünes Licht kommt. Das war dann am Mittag der Fall.
Holzauge sei wachsam...
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2008/06/04
2008/02/02
Same procedure as last year?
Es ist mal wieder soweit: Ein weiterer Eintrag zum Thema Telekommunikation wird fällig.
Denn vorgestern hatte ich kein Internet mehr Zuhause. Telefon ging jedoch. Via Hotline, die nicht auf den Router kam, wurde dann ein Portreset durchgeführt, mit Aussicht auf 24-48 Stunden Dauer...
Am nächsten Morgen kam es dann anders.
Ich gebe mal die weiteren Ereignisse in Kurzschreibweise wieder.
Also, ein Arcormitarbeiter hatte auf meine Mailbox gesprochen, und zwar auf die von der Homezone (sonst hätte mein Handy geklingelt). Er sagte, er riefe nochmal an. Daraufhin rief ich zuerst Zuhause (weil auf der Arbeit gewesen) an – das ist ne andere Telefonnummer – um zu erfahren, dass das Netz immer noch nicht geht, und dann bei der Hotline.
Die Automatenstimme erzählte mir schon zum laufenden Auftrag, dass er bearbeitet wird und bis ca. 21.30 behoben sein soll. Und dass die Hotline auch keine weiteren Infos hätte.
Dennoch habe ich mich weiter verbinden lassen. die Dame am Ende der Leitung meinte dann, der Portreset ist zum "Durchrütteln" der Leitung gut. Klang schon mal sehr fundiert und spezifisch. Da sich jedoch ein Außendienstmitarbeiter bei mir gemeldet hatte vermutete sie, dass es um einen Termin vor Ort ginge und irgendwas an der Leitung wohl vor Ort (klar) gecheckt werden müsse. genaues wusste sie nicht.
Da ich beim Stichwort "Termin" schon wieder ein dezentes rotes Tuch vor Augen hatte bat ich sie, sowohl meine (O2-)Festnetznummer aus meinen Daten zu streichen und nur noch die Handynummer dort stehen zu lassen zwecks besserer Erreichbarkeit, als auch dafür zu sorgen, dass der betreffende Kollege Nachricht bekommt und mich beim nächsten Anrufversuch auf dem Handy anwählt und eben nicht auf einer Festnetznummer, die ich nicht aus der Ferne verwenden kann (abgesehen von der in diesem Falle sinnfreien Mailbox).
Sie hatte meinen Eintrag geändert und sagte, das sei dann ab sofort aktiv. Nun blieb mir nur zu hoffen, dass der Typ intelligent genug wäre mitzubekommen, dass die Nummer nicht mehr gelten sollte. Wobei mich direkt schon irritierte, dass meine Handynummer sowieso schon bei meinen Kundendaten vermerkt ist und der Mensch sie nicht gleich auch gewählt hat. Man sollte doch meinen, aus einer Abwesenheitsmeldung eines Festnetzanschlusses könnte der Anrufer auf die Idee kommen, als zweites die vorliegende Handynummer zu wählen. vielleicht ist so eine Mobilnummer ja nicht umsonst vermerkt.
Des weiteren plante ich, mittags Feierabend zu machen, um nachmittags in der Homezone erreichbar sein zu können - ich kann zwar hoffen, dass derjenige mal auf dem Handy anruft, aber sicher ist sicher...
Und um potenzieller zukünftiger Dummheit Rechnung zu tragen habe ich ja die Festnetznummer aus meinen Kundendaten tilgen lassen. Soviel dazu.
Nur knapp verspätet machte ich mich auf den Heimweg, nachdem die dringenden Arbeiten erledigt waren. Überraschenderweise klingelte doch kurz vor meiner Ankunft mein – Handy! Und siehe da, es war der Kundendienstler. Er hätte schon früher Zeit, ob das in Ordnung ginge? Na klar doch, immer rein in die gute Stube! Ergo kamen wir zeitgleich bei mir an. Das war übrigens einer von der Deutschen Bahn „DB Systems“ - die waren mal outgesourced worden und dann wollte Herr Mehdorn die wieder haben, weil kostengünstiger angeblich. Den Service für Arcor macht die Firma jedoch immer noch.
Das Resultat seiner Untersuchung kam auf Grund der Netzausfälle im Dezember etwas weniger aus heiterem Himmel als gewöhnlich: Nicht die Leitung – und interessanterweise NICHT die zuerst vermutete Übergabestelle der Telekom – war das Problem, sondern schlicht und einfach der Router. Konnte keine Verbindung mehr herstellen. Also ging der junge Mann zu seinem Wagen und brachte mir ein neues Gerät , sogar die neuere Version meines alten Routers.
Und so kommt es, dass ich nur einen Tag danach mal weider einen Eintrag machen kann. Und zwar glücklicherweise einen positiven.
Jetzt ist erstmal alles wieder gut. Auch wenn ich mir gerade nur sehr schwer einen unkenden Kommentar verkneifen kann.
Daher zeige ich hier einfach mal den gestrigen von meiner Freundin dazu:
„Ich habe irgendwie Angst. Vor den Arcormenschen. Und der Telekom. Und der Länge deines Textes.
Und das es wieder damit endet, dass wir kein Telefon haben.“
Twelve o'clock, and all's well!
Denn vorgestern hatte ich kein Internet mehr Zuhause. Telefon ging jedoch. Via Hotline, die nicht auf den Router kam, wurde dann ein Portreset durchgeführt, mit Aussicht auf 24-48 Stunden Dauer...
Am nächsten Morgen kam es dann anders.
Ich gebe mal die weiteren Ereignisse in Kurzschreibweise wieder.
Also, ein Arcormitarbeiter hatte auf meine Mailbox gesprochen, und zwar auf die von der Homezone (sonst hätte mein Handy geklingelt). Er sagte, er riefe nochmal an. Daraufhin rief ich zuerst Zuhause (weil auf der Arbeit gewesen) an – das ist ne andere Telefonnummer – um zu erfahren, dass das Netz immer noch nicht geht, und dann bei der Hotline.
Die Automatenstimme erzählte mir schon zum laufenden Auftrag, dass er bearbeitet wird und bis ca. 21.30 behoben sein soll. Und dass die Hotline auch keine weiteren Infos hätte.
Dennoch habe ich mich weiter verbinden lassen. die Dame am Ende der Leitung meinte dann, der Portreset ist zum "Durchrütteln" der Leitung gut. Klang schon mal sehr fundiert und spezifisch. Da sich jedoch ein Außendienstmitarbeiter bei mir gemeldet hatte vermutete sie, dass es um einen Termin vor Ort ginge und irgendwas an der Leitung wohl vor Ort (klar) gecheckt werden müsse. genaues wusste sie nicht.
Da ich beim Stichwort "Termin" schon wieder ein dezentes rotes Tuch vor Augen hatte bat ich sie, sowohl meine (O2-)Festnetznummer aus meinen Daten zu streichen und nur noch die Handynummer dort stehen zu lassen zwecks besserer Erreichbarkeit, als auch dafür zu sorgen, dass der betreffende Kollege Nachricht bekommt und mich beim nächsten Anrufversuch auf dem Handy anwählt und eben nicht auf einer Festnetznummer, die ich nicht aus der Ferne verwenden kann (abgesehen von der in diesem Falle sinnfreien Mailbox).
Sie hatte meinen Eintrag geändert und sagte, das sei dann ab sofort aktiv. Nun blieb mir nur zu hoffen, dass der Typ intelligent genug wäre mitzubekommen, dass die Nummer nicht mehr gelten sollte. Wobei mich direkt schon irritierte, dass meine Handynummer sowieso schon bei meinen Kundendaten vermerkt ist und der Mensch sie nicht gleich auch gewählt hat. Man sollte doch meinen, aus einer Abwesenheitsmeldung eines Festnetzanschlusses könnte der Anrufer auf die Idee kommen, als zweites die vorliegende Handynummer zu wählen. vielleicht ist so eine Mobilnummer ja nicht umsonst vermerkt.
Des weiteren plante ich, mittags Feierabend zu machen, um nachmittags in der Homezone erreichbar sein zu können - ich kann zwar hoffen, dass derjenige mal auf dem Handy anruft, aber sicher ist sicher...
Und um potenzieller zukünftiger Dummheit Rechnung zu tragen habe ich ja die Festnetznummer aus meinen Kundendaten tilgen lassen. Soviel dazu.
Nur knapp verspätet machte ich mich auf den Heimweg, nachdem die dringenden Arbeiten erledigt waren. Überraschenderweise klingelte doch kurz vor meiner Ankunft mein – Handy! Und siehe da, es war der Kundendienstler. Er hätte schon früher Zeit, ob das in Ordnung ginge? Na klar doch, immer rein in die gute Stube! Ergo kamen wir zeitgleich bei mir an. Das war übrigens einer von der Deutschen Bahn „DB Systems“ - die waren mal outgesourced worden und dann wollte Herr Mehdorn die wieder haben, weil kostengünstiger angeblich. Den Service für Arcor macht die Firma jedoch immer noch.
Das Resultat seiner Untersuchung kam auf Grund der Netzausfälle im Dezember etwas weniger aus heiterem Himmel als gewöhnlich: Nicht die Leitung – und interessanterweise NICHT die zuerst vermutete Übergabestelle der Telekom – war das Problem, sondern schlicht und einfach der Router. Konnte keine Verbindung mehr herstellen. Also ging der junge Mann zu seinem Wagen und brachte mir ein neues Gerät , sogar die neuere Version meines alten Routers.
Und so kommt es, dass ich nur einen Tag danach mal weider einen Eintrag machen kann. Und zwar glücklicherweise einen positiven.
Jetzt ist erstmal alles wieder gut. Auch wenn ich mir gerade nur sehr schwer einen unkenden Kommentar verkneifen kann.
Daher zeige ich hier einfach mal den gestrigen von meiner Freundin dazu:
„Ich habe irgendwie Angst. Vor den Arcormenschen. Und der Telekom. Und der Länge deines Textes.
Und das es wieder damit endet, dass wir kein Telefon haben.“
Twelve o'clock, and all's well!
2006/11/30
Was vom Tage übrig blieb
... continue story.
Der Titel ist wirklich sehr passend. Was blieb vom Tag, besser gesagt von den 24 Stunden, innerhalb derer so ein Störfall wie mit meinem Telefonanschluss behoben werden sollte?
Nicht viel, ehrlich gesagt. Dazu hätte ich die Zeitspanne auf satte 312 Stunden ausdehnen müssen. So lange dauerte es schlussendlich, bis ich meine eigene Telefonnummer wieder bei mir wusste.
An jenem bereits vorausgesagten Freitag erschien tatsächlich um 8.15 Uhr ein Mensch von der Telekom, und 10 Minuten später war bereits alles wieder in Orndung. Zehn Minuten. Eine sechstel Stunde. Weiter hoch zu rechnen und zu vergleichen fehlt mir gerade die Lust.
Der Mensch ging übrigens nicht ohne den Kommentar, dass es wohl doch an Arcor gelegen haben soll. Schuld zuweisen ist wohl echt einfacher als sie einzugestehen. Kein Wort von verpassten Terminen und Nichterscheinen.
Meine Rechnung für den Monat beanstande ich natürlich gerade. Zwei, wenn nicht sogar drei Wochen ohne vernünftige Erreichbarkeit, das sehe ich nicht ein zu bezahlen. Die Woche davor war ich auch nicht angerufen worden, warum wohl...
Selbst wenn bei Arcor ein ähnliches Unvermögen herrschen sollte: Dort zahle ich immerhin deutlich weniger für die gleiche Inkompetenz!
Und habe auch noch freundlichere Personen am Telefon.
Der Titel ist wirklich sehr passend. Was blieb vom Tag, besser gesagt von den 24 Stunden, innerhalb derer so ein Störfall wie mit meinem Telefonanschluss behoben werden sollte?
Nicht viel, ehrlich gesagt. Dazu hätte ich die Zeitspanne auf satte 312 Stunden ausdehnen müssen. So lange dauerte es schlussendlich, bis ich meine eigene Telefonnummer wieder bei mir wusste.
An jenem bereits vorausgesagten Freitag erschien tatsächlich um 8.15 Uhr ein Mensch von der Telekom, und 10 Minuten später war bereits alles wieder in Orndung. Zehn Minuten. Eine sechstel Stunde. Weiter hoch zu rechnen und zu vergleichen fehlt mir gerade die Lust.
Der Mensch ging übrigens nicht ohne den Kommentar, dass es wohl doch an Arcor gelegen haben soll. Schuld zuweisen ist wohl echt einfacher als sie einzugestehen. Kein Wort von verpassten Terminen und Nichterscheinen.
Meine Rechnung für den Monat beanstande ich natürlich gerade. Zwei, wenn nicht sogar drei Wochen ohne vernünftige Erreichbarkeit, das sehe ich nicht ein zu bezahlen. Die Woche davor war ich auch nicht angerufen worden, warum wohl...
Selbst wenn bei Arcor ein ähnliches Unvermögen herrschen sollte: Dort zahle ich immerhin deutlich weniger für die gleiche Inkompetenz!
Und habe auch noch freundlichere Personen am Telefon.
2006/11/15
Die Telekom, dein Freund und Helfer
Es war einmal eine Telefonnummer, die hatte es gut bei mir. Sie wurde ab und an genutzt, und bekam auch ein schönes Festnetztelefon vorgesetzt. Sogar das gute von Siemens mit Freisprecheinrichtung. Doch dann, eines Tages, änderte sich alles. Sie wurde mir einfach weggenommen, und nun bin ich auf der Suche nach ihr. Trotz aller Hindernisse werde ich nicht aufgeben, nicht wanken, stark sein und mich nicht grämen.
Dies ist die Chronik einer Odyssee.
Und der Unfähigkeit einer Telefongesellschaft.
Tag 1:
Ein Freitag wie jeder andere. Wochenende naht, Wetter ist verhalten, es wird dunkel, Feierabend. Ab nach Hause. Am Abend ruft mich dann jemand an, der wen anders sprechen will. Mehrmals. Nummernvergleich - keine Frage, das ist nicht meine Telefonnummer. Und nein, ich wohne zwar in der gleichen Straße, aber ein Haus weiter. Schließlich meint derjenige, er habe vielleicht etwas falsch abgespeichert, und der Rest des Abends verbleibt der Erholung.
Tag 2:
Meine Freundin ist zur letzten Lernhilfe vor den Prüfungen bei ihrer Freundin, und ich habe meine Ruhe (diesen Teil des Satzes mag sie bestimmt nicht). Abends wollen sie dann kochen, und ich komme dazu, was per Telefon durchgegeben werden soll. Soweit der Plan. Irgendwann am späten Nachmittag merke ich dann, dass mein Handy ausgeschaltet ist, und korrigiere das. Egal, sie hätte ansonsten sicher eh auf dem Festnetz angerufen, falls es doch schon soweit wäre. Nun, zumindest ist das mein Gedankengang. Er entspricht aber dann doch nicht so ganz der Wirklichkeit, wie sich herausstellen sollte.
Nach Einschalten kommt direkt eine SMS mit Zeitangabe fürs Essen in ca. einer Stunde. Da ich gerade am Zocken bin, schicke ich nur ein kurzes "OK" zurück. Kurz darauf klingelt mein Handy, mit Freundin am anderen Ende der Leitung. Freundlich werde ich gefragt, warum ich denn nicht erreichbar sein wolle, den Hörer daneben lege und das Handy ausschalte.
Moment, was? Gut, das Mobilgerät habe ich schlicht vergessen, aber das andere Telefon geht doch. Oder nicht? Kurzer Test: Freizeichen. Na also. An dieser Stelle kommt der kleine Pedant in mir heraus, und daher rufe ich mich doch einfach mal selber auf mein Handy an.
Es klingelt. Soweit so gut. Was mir nicht so gut gefällt ist die Telefonnummer des Anrufers - es ist nämlich nicht meine Festnetznummer. Und, wie sich einige bestimmt schon gedacht haben, es kommt noch besser: Es ist exakt die Nummer, die der Herr vom Vortag versucht hatte zu erreichen.
Großes Kino. Mein Internetzugang Marke Arcor funktioniert zwar ohne Einschränkung, aber mein Festnetzanschluss von Arcor, den ich nehmen musste, um das Internetportal zu bekommen, ist verschwunden - bzw. meine Telefonnummer. Nun ja, erstmal habe ich dann bei Arcor eine Störung gemeldet. Stört mich ja schon irgendwie, wer weiß, wo sich meine Nummer grad herumtreibt... Problem geschildert, den Anrufer erwähnt, und dann das übliche: "Da können wir nichts machen, das muss sich ein Techniker der Telekom ansehen". War ja klar. So klar. Das verheißt nichts Gutes. Wahrscheinlich ist eine Fehlschaltung aufgetreten, überlege ich mir, denn meine aktuelle Fremdnummer war früher im Nachbarhaus zugegen. Eigentlich ist das ein Störungsgrad, der innerhalb von 24 Stunden ein Eingreifen erfordert.
An dieser Stelle möchte ich diesen extra Absatz verwenden, um auf eine grundlegende Information im letzten Satz hin zu weisen. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden. Man möge sich diese Zahl bitte merken.
Weiter im Text. Die 24 Stunden werden gleich im nächsten Satz des Servicemenschen ad absurdum geführt. Denn es ist ja Wochenende, ein Samstagabend, und am Sonntag kommt niemand von der Telekom raus. Was will man machen, also den nächst besten Termin. Montagnachmittag, von 13-17 Uhr. Vorher will sich jemand mit mir in Verbindung setzen.
Tag 4:
Und tatsächlich ruft am Montagvormittag ein Telekomtechniker an, der schon mal am Kasten des Häuserblocks nachgeschaut hat. Er kann meine Telefonnummer dort aber nicht mehr auffinden, und muss daher einen Prüfstrom von meiner Wohnung aus legen. Dafür braucht er einen Termin, denn am selben Tag hat er nichts mehr frei. Durch die freimütige Hilfe meiner Freundin bin ich dann in der Lage, eine Zeit für den nächsten Morgen aus zu machen. Mit der Einschränkung, dass bitte bis SPÄTESTENS 10 Uhr jemand vorbei kommt, denn ich wäre dann schon lange auf der Arbeit, und meine Freundin nähme sich extra Zeit, zu warten und später zur Uni ins Labor zu gehen. So wird es vereinbart.
Tag 5:
7.10: Ich fahre zur Arbeit. Große Besprechung heute mit Gast von auswärts.
9.55: Kurzmeldung von meiner Freundin, es war noch keiner da, sie wartet noch etwas.
13.00: Anruf von einer sehr, sehr stinkigen Freundin, dass sie sich nun auf in die Uni zur Arbeit machen werde. Da kann ich ihr nur zustimmen, und rufe gleich mal den Techniker vom Vortag an, dessen Anruf im Handy noch gespeichert war. Er kann es sich nicht erklären, ist selber nicht vor Ort, sondern hat den Auftrag weiter geleitet, meint er. Gibt mir dann die Servicenummer der Telekom. Dort vertröstet man mich auf Mittwoch, 13-17 Uhr.
Tag 6:
13.00: Meine Freundin ist dankenswerter Weise vor Ort, um zu warten, bis ich sie ablöse. Das ist um 15.30 der Fall, ich habe früher Feierabend gemacht.
17.00: Keine Telekom weit und breit.
18.00: Ich rufe die Servicenummer der Telekom an. Hurra, Warteschleifenmelodie! Die erste des Abends, aber wohl nicht die letzte…
10 Minuten später: Ich erläutere mein Anliegen. Im Anschluss daran wird mir erklärt, dass man dafür nicht zuständig sei und gibt mir die Nummer des Technikservices. Nun gut… hurra, die nächste Warteschleifenmelodie! Und auch noch eine andere, super!
10 Minuten später: Am Ende der Warteschleife wartet ein Mensch auf mich, der mir erklärt, dass ich mich nicht in der Kundenkartei befinde, weil ich Arcorkunde bin, und somit bei Störungen nur Arcor kontaktieren kann.
Weil ich grad so richtig gut drauf bin, rufe ich doch gleich mal den Arcor Kundenservice an, der mich nach der üblichen Prozedur mit Computerabfrage endlich an einen Menschen weiter leitet.
Und es ist kaum zu glauben: Es gibt noch eine dritte Warteschleifenmelodie im Telefoniversum!
Hurra!
10 Minuten später: Meine Meldung wird aufgenommen und an die Technikabteilung weiter geleitet.
Tag 9:
Es ist mal wieder Freitag, die Woche ist fast rum, und ich stehe in der Kälte bei der Doktorabholung einer Bekannten. Das Handy klingelt, Arcor ist dran: Die Telekom habe sich ganz zerknirscht gemeldet, und wolle schnellstmöglich einen Termin. Der morgige Samstag ginge leider nicht mehr, aber wie wäre es Montag, 13-17 Uhr?
In Ordnung, ich werde dann mal früh Feierabend machen und Freundin ablösen…
Tag 11:
13.00: Meine Freundin ist dankenswerter Weise vor Ort, um zu warten, bis ich sie ablöse. Da mich das schlechte Wetter etwas kränkelnd machte, bin ich schon gegen 14.30 da.
17.00: Keine Telekom weit und breit.
18.00: Ich genieße den Rest des Abend, ohne auch nur einen Gedanken an die Telefonnummer des Arcor Kundenservice zu verschwenden. Wäre auch gemein, wenn ein unschuldiger Mensch meinen Zorn ab bekäme…
Tag 12:
8.00: Am heutigen Dienstag rufe ich gut gelaunt den Arcor Kundenservice an, tippe mich durch die Computeransage zu einer menschlichen Kontaktperson am anderen Ende der Leitung. Erläutere mein Anliegen, und stoße auf Verständnis. Leider bekommt Arcor wohl immer erst verzögert Feedback von der Telekom, und das oft nicht aussagekräftig. Den frühest möglichen Termin schlage ich wohlweislich aus, weil ich mir sicher bin, dass dann wieder niemand kommen würde, denn das Zeitfenster wäre zu knapp. Da ich kommenden Freitag Urlaub genommen habe, soll der Telekommensch dann bitteschön zwischen 8-12 Uhr antanzen.
Ich frage mich, wie es meiner Telefonnummer wohl geht.
Und was mit Leuten passiert, deren Störungen nicht innerhalb von 24 Stunden beseitigt werden sollen.
To be continued…
Dies ist die Chronik einer Odyssee.
Und der Unfähigkeit einer Telefongesellschaft.
Tag 1:
Ein Freitag wie jeder andere. Wochenende naht, Wetter ist verhalten, es wird dunkel, Feierabend. Ab nach Hause. Am Abend ruft mich dann jemand an, der wen anders sprechen will. Mehrmals. Nummernvergleich - keine Frage, das ist nicht meine Telefonnummer. Und nein, ich wohne zwar in der gleichen Straße, aber ein Haus weiter. Schließlich meint derjenige, er habe vielleicht etwas falsch abgespeichert, und der Rest des Abends verbleibt der Erholung.
Tag 2:
Meine Freundin ist zur letzten Lernhilfe vor den Prüfungen bei ihrer Freundin, und ich habe meine Ruhe (diesen Teil des Satzes mag sie bestimmt nicht). Abends wollen sie dann kochen, und ich komme dazu, was per Telefon durchgegeben werden soll. Soweit der Plan. Irgendwann am späten Nachmittag merke ich dann, dass mein Handy ausgeschaltet ist, und korrigiere das. Egal, sie hätte ansonsten sicher eh auf dem Festnetz angerufen, falls es doch schon soweit wäre. Nun, zumindest ist das mein Gedankengang. Er entspricht aber dann doch nicht so ganz der Wirklichkeit, wie sich herausstellen sollte.
Nach Einschalten kommt direkt eine SMS mit Zeitangabe fürs Essen in ca. einer Stunde. Da ich gerade am Zocken bin, schicke ich nur ein kurzes "OK" zurück. Kurz darauf klingelt mein Handy, mit Freundin am anderen Ende der Leitung. Freundlich werde ich gefragt, warum ich denn nicht erreichbar sein wolle, den Hörer daneben lege und das Handy ausschalte.
Moment, was? Gut, das Mobilgerät habe ich schlicht vergessen, aber das andere Telefon geht doch. Oder nicht? Kurzer Test: Freizeichen. Na also. An dieser Stelle kommt der kleine Pedant in mir heraus, und daher rufe ich mich doch einfach mal selber auf mein Handy an.
Es klingelt. Soweit so gut. Was mir nicht so gut gefällt ist die Telefonnummer des Anrufers - es ist nämlich nicht meine Festnetznummer. Und, wie sich einige bestimmt schon gedacht haben, es kommt noch besser: Es ist exakt die Nummer, die der Herr vom Vortag versucht hatte zu erreichen.
Großes Kino. Mein Internetzugang Marke Arcor funktioniert zwar ohne Einschränkung, aber mein Festnetzanschluss von Arcor, den ich nehmen musste, um das Internetportal zu bekommen, ist verschwunden - bzw. meine Telefonnummer. Nun ja, erstmal habe ich dann bei Arcor eine Störung gemeldet. Stört mich ja schon irgendwie, wer weiß, wo sich meine Nummer grad herumtreibt... Problem geschildert, den Anrufer erwähnt, und dann das übliche: "Da können wir nichts machen, das muss sich ein Techniker der Telekom ansehen". War ja klar. So klar. Das verheißt nichts Gutes. Wahrscheinlich ist eine Fehlschaltung aufgetreten, überlege ich mir, denn meine aktuelle Fremdnummer war früher im Nachbarhaus zugegen. Eigentlich ist das ein Störungsgrad, der innerhalb von 24 Stunden ein Eingreifen erfordert.
An dieser Stelle möchte ich diesen extra Absatz verwenden, um auf eine grundlegende Information im letzten Satz hin zu weisen. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden. Man möge sich diese Zahl bitte merken.
Weiter im Text. Die 24 Stunden werden gleich im nächsten Satz des Servicemenschen ad absurdum geführt. Denn es ist ja Wochenende, ein Samstagabend, und am Sonntag kommt niemand von der Telekom raus. Was will man machen, also den nächst besten Termin. Montagnachmittag, von 13-17 Uhr. Vorher will sich jemand mit mir in Verbindung setzen.
Tag 4:
Und tatsächlich ruft am Montagvormittag ein Telekomtechniker an, der schon mal am Kasten des Häuserblocks nachgeschaut hat. Er kann meine Telefonnummer dort aber nicht mehr auffinden, und muss daher einen Prüfstrom von meiner Wohnung aus legen. Dafür braucht er einen Termin, denn am selben Tag hat er nichts mehr frei. Durch die freimütige Hilfe meiner Freundin bin ich dann in der Lage, eine Zeit für den nächsten Morgen aus zu machen. Mit der Einschränkung, dass bitte bis SPÄTESTENS 10 Uhr jemand vorbei kommt, denn ich wäre dann schon lange auf der Arbeit, und meine Freundin nähme sich extra Zeit, zu warten und später zur Uni ins Labor zu gehen. So wird es vereinbart.
Tag 5:
7.10: Ich fahre zur Arbeit. Große Besprechung heute mit Gast von auswärts.
9.55: Kurzmeldung von meiner Freundin, es war noch keiner da, sie wartet noch etwas.
13.00: Anruf von einer sehr, sehr stinkigen Freundin, dass sie sich nun auf in die Uni zur Arbeit machen werde. Da kann ich ihr nur zustimmen, und rufe gleich mal den Techniker vom Vortag an, dessen Anruf im Handy noch gespeichert war. Er kann es sich nicht erklären, ist selber nicht vor Ort, sondern hat den Auftrag weiter geleitet, meint er. Gibt mir dann die Servicenummer der Telekom. Dort vertröstet man mich auf Mittwoch, 13-17 Uhr.
Tag 6:
13.00: Meine Freundin ist dankenswerter Weise vor Ort, um zu warten, bis ich sie ablöse. Das ist um 15.30 der Fall, ich habe früher Feierabend gemacht.
17.00: Keine Telekom weit und breit.
18.00: Ich rufe die Servicenummer der Telekom an. Hurra, Warteschleifenmelodie! Die erste des Abends, aber wohl nicht die letzte…
10 Minuten später: Ich erläutere mein Anliegen. Im Anschluss daran wird mir erklärt, dass man dafür nicht zuständig sei und gibt mir die Nummer des Technikservices. Nun gut… hurra, die nächste Warteschleifenmelodie! Und auch noch eine andere, super!
10 Minuten später: Am Ende der Warteschleife wartet ein Mensch auf mich, der mir erklärt, dass ich mich nicht in der Kundenkartei befinde, weil ich Arcorkunde bin, und somit bei Störungen nur Arcor kontaktieren kann.
Weil ich grad so richtig gut drauf bin, rufe ich doch gleich mal den Arcor Kundenservice an, der mich nach der üblichen Prozedur mit Computerabfrage endlich an einen Menschen weiter leitet.
Und es ist kaum zu glauben: Es gibt noch eine dritte Warteschleifenmelodie im Telefoniversum!
Hurra!
10 Minuten später: Meine Meldung wird aufgenommen und an die Technikabteilung weiter geleitet.
Tag 9:
Es ist mal wieder Freitag, die Woche ist fast rum, und ich stehe in der Kälte bei der Doktorabholung einer Bekannten. Das Handy klingelt, Arcor ist dran: Die Telekom habe sich ganz zerknirscht gemeldet, und wolle schnellstmöglich einen Termin. Der morgige Samstag ginge leider nicht mehr, aber wie wäre es Montag, 13-17 Uhr?
In Ordnung, ich werde dann mal früh Feierabend machen und Freundin ablösen…
Tag 11:
13.00: Meine Freundin ist dankenswerter Weise vor Ort, um zu warten, bis ich sie ablöse. Da mich das schlechte Wetter etwas kränkelnd machte, bin ich schon gegen 14.30 da.
17.00: Keine Telekom weit und breit.
18.00: Ich genieße den Rest des Abend, ohne auch nur einen Gedanken an die Telefonnummer des Arcor Kundenservice zu verschwenden. Wäre auch gemein, wenn ein unschuldiger Mensch meinen Zorn ab bekäme…
Tag 12:
8.00: Am heutigen Dienstag rufe ich gut gelaunt den Arcor Kundenservice an, tippe mich durch die Computeransage zu einer menschlichen Kontaktperson am anderen Ende der Leitung. Erläutere mein Anliegen, und stoße auf Verständnis. Leider bekommt Arcor wohl immer erst verzögert Feedback von der Telekom, und das oft nicht aussagekräftig. Den frühest möglichen Termin schlage ich wohlweislich aus, weil ich mir sicher bin, dass dann wieder niemand kommen würde, denn das Zeitfenster wäre zu knapp. Da ich kommenden Freitag Urlaub genommen habe, soll der Telekommensch dann bitteschön zwischen 8-12 Uhr antanzen.
Ich frage mich, wie es meiner Telefonnummer wohl geht.
Und was mit Leuten passiert, deren Störungen nicht innerhalb von 24 Stunden beseitigt werden sollen.
To be continued…
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