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2009/12/10

Dinge, die man beim Rollenspiel beachten sollte III

Es gab mal wieder einiges zu lachen. Folgende Situation:

Die Charaktere sollen in ein Lagerhaus eindringen, und es als Denkzettel in die Luft jagen. Soweit, so gut. Dabei ergaben sich diverse Lerngelegenheiten...

Wenn z.B. eine Elfin vom Dach aus durch eine Luke eine Höhe von 25 m kletternd überwinden will, sollte sie vorher darauf achten, ob zur eigenen Ausrüstung vielleicht Haken und Seil gehören. Nur für den Fall (welch Wortspiel!), dass man/frau abrutscht. Spart akrobatische Einlagen.

Ein 231 kg-Troll bzw. Gronk, der auf die Idee kommt, einen Ansturm auf einen Gegner zu machen, bekommt Probleme, wenn jemand anders selbigen vorher durch die Wucht eines Fernkampfangriffs zu Boden gehen lässt.
"Über das Ziel hinaus schießen" trifft es ganz gut.

Selbiger Troll ist entsprechend lernresistent. Daher rennt er erst einmal um ein großes Lagerregal herum, um am Ausgangspunkt angekommen seinem Gegner zu begegnen. welcher in der Zwischenzeit auf das schwächste Teammitglied - die Hackerin - feuert...

Ich mag meinen Gronk. Und wofür er ausnahmsweise einmal nichts kann, weil der Spielleiter sich diese Gelegenheit für einen Cliffhanger nicht entgehen lassen konnte, war die Untersuchung des Zeitzünders. Nach m.E. vernünftigen Würfelwurfs und erfolgter Analyse war die Zündzeit auf 2 min terminiert.
Was den Abend nicht daran hinderte, mit einer Aktivierung der Zeitbombe und einem Countdown von t-15 s zu enden...


Anschaulich dargestellt sähe einiges vom o.g. dann ungefähr so aus:


mit freundlicher Genehmigung unserer gruppeneigenen Zeichnerin ;-)

2009/11/23

Return of The Big One

Vor langer, langer Zeit hatte ich in diesem Blog kund getan, die Abenteuer meines D&D-Charakters Gronk zu erzählen. Und die Monate, mittlerweile Jahre zogen ins Land. Mehr noch, sogar die Rollenspielsysteme. Von D&D 3.5 ging es über 4.0 weiter in eine andere Welt, nämlich die der Shadowrunner.

Nach einem Jahr Kennenlernphase für Welt, Regeln, Verhalten etc. haben wir uns entschlossen, ein wenig "umzubauen". Damit jeder von uns auch dahin kommt, nicht nur die Stärken des Charakters, sondern auch die der Rolle im Team noch mehr auszuspielen und seine eigenen Ideen und Vorlieben noch besser einbringen zu können.

Dies resultierte in einer kleinen Rotation und diversen Finetunings. Unsere Hackerin hat, glaube ich, am wenigsten sichtbare Veränderungen erfahren, und unsere vor einiger Zeit hinzu gekommene Verstärkung in Form eines "schockierend tarnenden" Geheimagenten wird sich erst beim Termin nächste Woche in neuer Form vorstellen (informierte Kanäle berichten über eine anstehende Geschlechtsumwandlung... mehr dazu demnächst).

Noch sichtbarer wird folgendes: Der Bereich "Magie" bekommt ein neues Gesicht!
Unser bisheriger orkischer Pistolero-Spieler sehnte sich nach einem ganz alten Charakter von ihm. Und in letzter Zeit konnte er seine Fähigkeit, andere tot zu reden, gar nicht mehr zur Geltung kommen lassen, weil es zwar zum Spieler, nicht jedoch zum Charakter passen wollte.
Ergo wird er ab heute Abend einen neuen Charakter mit einer von ihm eigens ausgedachten magischen Tradition vorstellen - einen Runenmagier. Wir sind schon sehr gespannt, erste Testläufe waren recht vielversprechend, wie ich gehört habe. Und die Idee zu der Funktionsweise der Runen finde ich schon richtig gut entwickelt (doch mehr dazu ein andermal).

Wie man sich leicht denken kann, wird dadurch eine Position, die mehr Nähe zum Gegner erfordert, frei. Und da ich meinen Schamanen sowieso offensiver werden lassen wollte, da ich mich mit der Rolle des Supporters schwer tat und demzufolge dank diversen Feedbacks eine größere Veränderung machen wollte, ergab sich an dieser Stelle eine komplett neue Möglichkeit... Bereits seit längerem hatte ich mit einem gewissen Gedanken gespielt, und nun war der Zeitpunkt nah:

The Return of Gronk! Der eher begriffstutzige, recht soziopathische, und leicht reizbare grüne Halb-Ork mit der Zweihandaxt aus der Welt von D&D hat seinen Weg vom Reißbrett quer durch die Regeln von Shadowrun inklusive Extratour durch das Kapitel Cyberware genommen.
Und welche Rasse in dieser Welt würde sich dazu wohl besser eignen als ein 2,81 Meter großer, 231 kg schwerer Troll? Richtig, keine.

Diverse Eigenarten konnte ich übertragen bzw. mir ähnlich durchgedrehte ausdenken. So hat er zum Beispiel ein Faible dafür, Dinge in die Luft zu jagen, wenn man ihn ausprobieren lässt. Nicht zu vergessen der fette Chopper, auf dem er unterwegs sein wird - da er nicht wie alle anderen in den Van der Hackerin passt...
Außerdem trägt er stets einen Bauhelm, da er eine leichte Angst davor hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Hat er irgendwo gelesen...
Mein persönliches Highlight ist jedoch nicht nur, dass der Shadowrun-Gronk ebenso wie der D&D-Gronk eine zweihändige Axt schwingen darf - und das ganz regelkonform - sondern dass die als Kampfrausch bezeichnete Eigenart der D&D-Barbaren tatsächlich ein Analogon in Shadowrun besitzt, in Form einer Adrenalinpumpe! Das wird so lustig werden...

Heute Abend beginnt der neue Kampagnenabschnitt, und damit das Einspielen der neuen Gruppenzusammenstellung. Ich habe ein gutes Gefühl dabei und freue mich schon darauf, Gronk wieder RP-Luft schnuppern zu lassen.

Weitere Infos folgen dann in den nächsten Tagen. Und möglicherweise berichte ich dann einfach irgendwann von seinen neuen Abenteuern...

2009/11/11

Dinge, die man beim Rollenspiel beachten sollte II

Eine weitere Lektion:

Wenn man aktiv an einer Geiselbefreiung teil nimmt, die sich innerhalb einer Disco abspielt, welche von Polizei und Medien umlagert wird, sollte man auch das eine oder andere beachten.

  • Eine Gesichtsmaske senkt enorm den Wiedererkennungswert des Gesichts deines Charakters. Sonst kann es dir passieren, dass du als getarnter potenzieller Kunde zu einem Beratungsgespräch gehst, um den Laden astral auszukundschaften, und plötzlich zu hören bekommst: "Sind wir uns schon mal begegnet? Ich kenn Sie irgendwoher... na klar! Aus dem Trid! Die Geiselnahme!"
Ich war sowas von heilfroh, dass ich in dieser Sekunde einen Geistesblitz hatte und auf diese unerwartete Situation meinen Charakter so habe reagieren lassen: "Jaja... Ach, erzählen Sie mir nichts davon - das ist mir in den letzten Tagen dauernd auf der Straße passiert! Keine Ahnung, wie da einer an ein Foto von mir gekommen ist, aber die Maske sah wirklich täuschend echt aus!" Ein Glück, dass das Gegenüber den Bluff anstandslos abgenommen hat (ein bisschen stolz bin ich ja schon...).
  • Sollte einer deiner Mitspieler einen etwas ... raueren Charakter spielen, und dieser Spaß daran haben, mit seiner Monofilamentpeitsche zu spielen - z.B. um einen bewusstlosen, wehrlosen Gegner damit zu traktieren und ergo zu zerteilen - darf er mit Konsequenzen rechnen.
Der zuständige Sicherheitsrigger, der im Prinzip auf Seite der Gruppe agiert, kann den entsprechenden Mitschnitt einer der intern natürlich vorhandenen Kameras an die Presse, oder noch schlimmer an die Infokanäle der Schatten verhökern. Was den Ruf des Charakters entsprechend beeinflusst... (aber irgendwie passt's auch einfach bei dem Ork).

2009/10/07

Dinge, die man beim Rollenspiel beachten sollte I

Dinge, die man beim Rollenspiel beachten sollte. Lektion I:

Wenn die Gruppe kurz davor ist, in ein altes Kanalsystem zu steigen, um bespielsweise einen entführten Teenager zu suchen, so kommt es recht ungelegen, wenn jemand aus der Gruppe kurz vor dem "go" fragt:

"Sagt mal, hat eigentlich einer von uns eine Taschenlampe oder sowas dabei?..."

So geschehen vor nicht allzu langer Zeit. Was man nicht so alles immer wieder übersieht. Aber wir lernen ja - vor dem nächsten Abenteuer waren unsere Charaktere fleißig shoppen. Meiner hat sich neben der Taschenlampe auch gleich eine Brille der Stufe 4 besorgt und drei Nettigkeiten einbauen lassen. Bildverbindung, Blitzkompensation, und optische Sichtvergrößerung (für die Spruchzauberei). Natürliche Restlichverstärker-Augen hat er als Elf sowieso.

Und gut, dass im Van noch eine Lampe und ein paar Magnesiumfackeln gelegen hatten...

2009/09/30

Spielerisch in die Zukunft gen 2070

Man entdeckt ja doch ab und an mal wieder neue Wege, seinen Hobbys zu frönen. Ich z.B. spiele sehr gerne Rollenspiele - und das hat weder etwas mit Handschellen, noch mit Krankenschwesternoutfits zu tun (obwohl... ähm nein, bloß keine Bilder in meinem Kopf). Angefangen hat es mit D&D alias Dungeons & Dragons in lustiger Runde...

Nein, eigentlich bereits schon lange davor mit so tollen PC-Spielen wie "Baldur's Gate" I+II und "Neverwinter Nights" (I, den zweiten Teil finde ich persönlich nicht so toll gemacht), welche viele der D&D-Regeln implementierten. Oder ganz ganz früher auf dem C64 mit "Champions of Krynn", das Spiel zur Dragonlance-Buchreihe (die ich damals auch verschlungen hatte).

Wo war ich? Ach ja, mit besagter lustiger Runde hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, Pen&Paper so zu spielen, wie es sein soll: Mit Stift und Papier (alias Charakterbogen und Regelwerk) an einem Tisch sitzend und einen Beutel voller Würfel dabei habend. Toll!

Später kam dann noch eine längere Zeit im Bereich online-Rollenspiele dazu (MMORPG: Massive Multiplayer Online Roleplay Gaming), den Hauptteil der darin investierten Zeit hatte "World of Warcraft" (WoW) inne, während andere MMORPGs wie "Age of Conan", "Lord of the Rings online", "Warhammer online" vergleichsweise kurz angespielt wurden. Doch das ist alles Vergangenheit. Vielleicht schaue ich in die nächste Erweiterung von WoW nochmal 'rein, doch eigentlich ist das so ein großer "Zeitfresser", dass dafür zu viel anderes auf der Strecke bleibt.

Parallel zu den online-Erkundungen entwickelte sich auch das Pen&Paper der Gruppe weiter. Nachdem es zu Top-Zeiten drei Gruppen parallel waren, kam es nach und nach natürlich immer wieder zu Veränderungen in den Gruppenkonstellationen auf Grund von Zeitmangel oder halt auch schlichtweg durch Umzüge von Mitspielern in eine andere Stadt.
Nachdem es dann auch unseren Spielleiter "erwischt" hatte, mussten wir neue Wege gehen - vor allem, weil die (ich sag mal) Kerngruppe auf jeden Fall weiter zusammen spielen wollte. Um das auf Entfernung in akzeptabler und Spaß machender Art und Weise zu erreichen kann ich folgende Erfolgskombination vermelden:

  • Das Internet ist dein Freund. Nutze es!
  • Zum Unterhalten haben wir einen Teamspeak2-Server, so dass wir uns dort einloggen und via Headset miteinander sprechen können.
  • Wichtig dabei: Gleichzeitig reden macht es deutlich chaotischer, als wenn man an einem Tisch sitzen würde (dort wären zwei Gespräche gleichzeitig eher machbar...)
  • Nacheinander reden gilt ebenfalls, wenn stattdessen Skype eingesetzt wird. Bei geringer Personenanzahl hat man hier bessere Sprachqualität.
  • Den gemeinsamen Tisch, an dem wir alle sitzen, simulieren wir mit Hilfe des Programms Fantasy Grounds II. Das beinhaltet Charakterbögen, Würfel, und die Möglichkeit für den Spielleiter, Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen.

Diese Kombination haben wir mittlerweile in diversen Regelvarianten getestet und für gut befunden. Begonnen wurde mit dem Regelwerk für D&D in der Version 3.5, ein Klassiker. Als dann letztes Jahr die neuen 4.0-Regeln erschienen, sind wir darauf umgestiegen. Ließ sich gut einbauen, Charaktere mussten jedoch ob der gravierenden Umwälzungen neu erstellt werden. Doch auch so hatten wir eine Zeitlang unseren Spaß.

Im Verlauf der Spielabende mussten wir jedoch feststellen, dass das Rollenspiel an sich mit den neuen Regeln zumindest in unserer Gruppe reduziert wurde, da viel mehr auf den strategischen Anteil durch die Regeländerungen geachtet wurde. Im Zuge dessen erfolgte der für mich wohl größte Umbruch, seit ich mich mit Rollenspielen befasse: Animiert durch einen Kollegen begann unser Spielleiter, sich mit dem System von Shadowrun auseinander zu setzen und mehr und mehr an zu freunden (viele Infos dazu findet man im deutschen Shadowrun-Wiki). Ein paar Testläufe später liegt D&D nun auf Eis, und die Welt der Schattenläufer ist unsere neue Spielwiese. Nicht zuletzt dank der Programmierkünste unseres Spielleiters, der aus dem Nichts einen für FGII sehr gut verwendbaren Shadowrun-Charakterbogen komplett selbst erstellt hat. Vielen Dank dafür!

Weswegen ich von Umbruch schreibe hat den Hintergrund, dass ich mir bis dato keine Rollenspiele mit "hochwertiger" bzw. "moderner", "neuartiger" (was immer das bedeuten mag) Technik vorstellen konnte, da ich Schwerter, Pfeil+Bogen, und vor allem Magie gewohnt war. Sich also auf einmal ein einer Welt zurecht zu finden, die in einer nahen Zukunft im Jahre 2070 beheimatet ist, noch dazu in technischen und sozialen Belangen durchaus nicht unrealistisch (seien es Megakonzerne mit mehr Macht als Regierungen, Terrorbedrohung, Folgen der Meeresspiegelerhöhung, etc.), erforderte von mir schon ein starkes Umdenken. Immerhin wurde es mir persönlich dadurch erleichtert, dass dieses Spielsystem Science Fiction und Fantasy unter einen Hut bringt, da auf dieser "Pseudo-Erde" vor einigen Jahrzehnten die Magie (wieder) Einzug gehalten hat und es Elfen, Zwerge, Orks, und Trolle gibt, sogar hochintelligente Drachen. Und halt die Möglichkeit, zu zaubern.

Mir diese Mischung aus High-Tech und Magie vor zu stellen wurde durch diverse Bücher, die auf dem Shadowrun-Universum basieren, enorm erleichtert. Sehr empfehlen kann ich die beiden Dreifachbände Schattenjäger (Buch 1-3) und Schattenläufer (Buch 4-6) von Markus Heitz!

Wer mich ein bisschen kennt, der kann man sich leicht denken, dass ich mir einen magiebegabten Charakter gebastelt habe. Mein Alter Ego gefällt mir auch immer besser, und da ich bereits zum Start der Runde das Konstrukt einer Hintergrundgeschichte verfasst habe, in dem zehn Jahre bis zum Start der Gruppe nicht genauer erwähnt wurden, kam mir eine Idee...

Mit der Zeit werde ich nach und nach daran arbeiten, diese Lücke mit Kapiteln diverser Größen zu füllen. Die physikalischen und magischen "Naturkonstanten", auf denen das Regelwerk in der (vom Pegasus-Verlag mittlerweile ziemlich gut überarbeiteten) vierten Edition aufbaut, sollen dazu die Basis sein. Diese werde ich so nutzen wie es mein jeweiliger, sich ständig verfeinernder Stand der Regelkenntnisse anbietet.

Ich sitze bereits an so etwas wie einem ersten Kapitel, welches sich demnächst als eigener Post mit eigenem Label hier finden lassen wird. Ist ja prinzipiell erstmal für mich, doch vielleicht verirrt sich noch wer hierher und hat Gefallen daran.