Katzen sind ja schon irgendwie interessante Tiere. Sie lassen sich immer wieder etwas neues einfallen.
So geschehen vor einigen Wochen. Und diese neue Marotte betrifft interessanter Weise eigentlich nur mich, und nicht meine Freundin. Das mag daran liegen, dass ich derjenige bin, der zuerst aus dem Haus geht. Und zwar zügig nach dem Aufstehen, ohne Frühstück - weil schlichtweg keinen Hunger morgens - und ohne eine halbe Stunde oder mehr mit der Katze auf dem Sofa zu verbringen, wie es die Mieze meiner Freundin antrainiert hat. Die (Freundin, Anm. d. Verf.) ist dann nämlich ganz willenlos und sitzt monoton katzensteichelnd mit glasigem Blick auf dem Sofa.
Nicht mit mir. So nicht, Katze! Kaum bin ich aus dem Bad, ziehe ich die Schuhe an, packe den Rest ein und bin weg.
Doch was ist das? Mittlerweile scheint der Vierbeiner das zu riechen und ergreift Gegenmaßnahmen.
Man stelle sich das so vor: Alles ist ganz normal. Doch kaum befinden sich die Schuhe an meinen Füßen, geht das Theater los.
Zunächst jault das Tier, als ob es nix zu futtern bekäme. Was in der Tat auch stimmt, denn füttern tut meistens meine Freundin, und das dauert länger als von Mieze erwünscht. Weil es einfach nicht sofort ist, sondern erst zwei Minuten später.
Als wissenschaftlich geschulter Mensch habe ich das natürlich empirisch getestet. Ergo bekam sie auch eine Zeit lang von mir gleich nach dem Aufstehen ihr Frühstück. Ergebnis: Immer noch Jaulen.
Dem könnte ich natürlich entkommen, indem ich einfach zur Tür raus ginge. Erschwert wird das jedoch durch die andere Marotte, die sich die Katze hat einfallen lassen: Sie jagt meine Schuhe.
Kein Witz: Sobald ich morgens die Schuhe angezogen habe und mich noch durch die Wohnung bewege, um z.B. den Rucksack zu holen oder Getränke, ist die Katze hinter mir her. Ein bischen Anlauf genügt, und sie krallt sich schon mit den Vorderpfoten an die Schuhe. Immer wieder. Das unterstützt sie übrigens durch ihr leichtes Beißen in meine Fußknöchel. Seitdem habe ich noch keine kurze Hose mehr getragen...
In letzter Zeit geht sie dazu über, das auch tagsüber/abends zu machen, wenn ihr irgendwas nicht passt und ich in der Nähe bin. Selbst meine Hausschuhe - extra in der Form von Miezetatzen - schützen mich nicht mehr! Wo wird das noch enden?
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2008/03/13
2007/10/03
Mau
Ich weiß jetzt, warum meine Freundin mit mir zusammen ist.
Es ist die Katze.
Ein kurzer Rückblick: Im ersten Quartal des Jahres 2007 gaben Freunde von uns bekannt, dass sie eine neue Wohnung gefunden hatten und ausziehen würden, da die damals aktuelle mit dem frisch geworfenen zweiten Kind zu klein wäre. Seit ihr Fokus sich auf uns gerichtet hatte, wurden wir immer wieder bearbeitet, ob wir denn nicht zusammen ziehen wollten und die Wohnung doch so schön sei und super gelegen (was beides auch stimmt), und als vertrauenswürdige Nachmieter wir auch sicher den Zuschlag bekämen.
Immer. Wieder.
Bis ich irgendwann nachgegeben und es meiner Freundin auch vorgeschlagen habe. Das war dann so ca. Anfang März. Der Umzug erfolgte am 30. desselben Monats, das machte die Sache auch so richtig schön spannend, spontan, und nicht unbedingt stressfrei. Denn so nebenbei sind wir beide schließlich auch berufstätig. Und damit es besonders schön wurde, machten wir beide Umzüge auch gleich noch am selben Tag.
Im Verlauf der Planung und Wohnungsübergabe kam dann die Thematik der Katze auf. Pia. Eine reine Hauskatze, die sich noch nichtmal raus traut - unsere jetzigen Vormieter hatten es einmal probiert und sie krallte sich quasi im Türrahmen fest, ließ sich nicht von der Festigkeit der Leine beeindrucken.
Und sie ist dick.
Kein richtig fettes Monster, aber wenn sie sich entsprechend positioniert, frage ich mich wie so viel Volumen an so einem Tier sein kann.
Diese Katze also war eh schon nicht unbedingt der Spielgefährte des Vormietersohns, und außerdem schon ziemlich auf die Wohnung fixiert. So zogen wir es also nach und nach in Betracht, mit der Wohnung auch die Katze zu übernehmen und es mal zu versuchen...
Schnitt. Heute weiß ich es natürlich viel besser. Nicht wir haben die Katze übernommen, nein nein. Pia hat schlicht und ergreifend ihre Untermieter gewechselt. Anfangs war sie ja noch ganz irritiert ob der Kartons und neuen Möbel, aber sobald sie wusste, von wem sie nun Futter und Wasser bekommt, und wer auch das Katzengras mitbringt, da nahm alles seinen Lauf.
Um den einzigen Platz in der Wohnung, der katzenfreie Zone bleiben soll, kämpft sie weiterhin ohne Unterlass: Man muss jedes Mal höllisch aufpassen, wenn man aus dem Schlafzimmer raus will, damit sie nicht reinschlüpft. Doch auch wir haben da mittlerweile Übung drin...
Des Weiteren hat sich eine klassische Rollenverteilung bei den Katzenbetreuungsaufgaben heraus kristallisiert: Meine Freundin ist zum Katze kraulen, streicheln, und - vor allem - ihr alles durch gehen lassen da, während ich der Spielgefährte bin, der sie beschäftigen und ein bisschen scheuchen darf.
Übrigens, Katzenspielzeug ist total out. Es reichen etwas Papier, ein sich bewegender Läufer, und am besten ein Seil zum Fangen.
Meine Freundin wurde von Pia völlig eingelullt. Egal was die Katze macht oder anstellt, es ist alles irgendwie süß. Der folgende Satz komprimiert das Ausmaß: "Bring mich nicht dazu, zwischen dir und der Katze entscheiden zu müssen!"
In solchem Momenten denke ich, sie hat schon davor gewusst, dass wir irgendwann mal bei einer Katze unterkommen würden.
Ihre Antwort darauf: "Mau!"
Es ist die Katze.
Ein kurzer Rückblick: Im ersten Quartal des Jahres 2007 gaben Freunde von uns bekannt, dass sie eine neue Wohnung gefunden hatten und ausziehen würden, da die damals aktuelle mit dem frisch geworfenen zweiten Kind zu klein wäre. Seit ihr Fokus sich auf uns gerichtet hatte, wurden wir immer wieder bearbeitet, ob wir denn nicht zusammen ziehen wollten und die Wohnung doch so schön sei und super gelegen (was beides auch stimmt), und als vertrauenswürdige Nachmieter wir auch sicher den Zuschlag bekämen.
Immer. Wieder.
Bis ich irgendwann nachgegeben und es meiner Freundin auch vorgeschlagen habe. Das war dann so ca. Anfang März. Der Umzug erfolgte am 30. desselben Monats, das machte die Sache auch so richtig schön spannend, spontan, und nicht unbedingt stressfrei. Denn so nebenbei sind wir beide schließlich auch berufstätig. Und damit es besonders schön wurde, machten wir beide Umzüge auch gleich noch am selben Tag.
Im Verlauf der Planung und Wohnungsübergabe kam dann die Thematik der Katze auf. Pia. Eine reine Hauskatze, die sich noch nichtmal raus traut - unsere jetzigen Vormieter hatten es einmal probiert und sie krallte sich quasi im Türrahmen fest, ließ sich nicht von der Festigkeit der Leine beeindrucken.
Und sie ist dick.
Kein richtig fettes Monster, aber wenn sie sich entsprechend positioniert, frage ich mich wie so viel Volumen an so einem Tier sein kann.
Diese Katze also war eh schon nicht unbedingt der Spielgefährte des Vormietersohns, und außerdem schon ziemlich auf die Wohnung fixiert. So zogen wir es also nach und nach in Betracht, mit der Wohnung auch die Katze zu übernehmen und es mal zu versuchen...
Schnitt. Heute weiß ich es natürlich viel besser. Nicht wir haben die Katze übernommen, nein nein. Pia hat schlicht und ergreifend ihre Untermieter gewechselt. Anfangs war sie ja noch ganz irritiert ob der Kartons und neuen Möbel, aber sobald sie wusste, von wem sie nun Futter und Wasser bekommt, und wer auch das Katzengras mitbringt, da nahm alles seinen Lauf.
Um den einzigen Platz in der Wohnung, der katzenfreie Zone bleiben soll, kämpft sie weiterhin ohne Unterlass: Man muss jedes Mal höllisch aufpassen, wenn man aus dem Schlafzimmer raus will, damit sie nicht reinschlüpft. Doch auch wir haben da mittlerweile Übung drin...
Des Weiteren hat sich eine klassische Rollenverteilung bei den Katzenbetreuungsaufgaben heraus kristallisiert: Meine Freundin ist zum Katze kraulen, streicheln, und - vor allem - ihr alles durch gehen lassen da, während ich der Spielgefährte bin, der sie beschäftigen und ein bisschen scheuchen darf.
Übrigens, Katzenspielzeug ist total out. Es reichen etwas Papier, ein sich bewegender Läufer, und am besten ein Seil zum Fangen.
Meine Freundin wurde von Pia völlig eingelullt. Egal was die Katze macht oder anstellt, es ist alles irgendwie süß. Der folgende Satz komprimiert das Ausmaß: "Bring mich nicht dazu, zwischen dir und der Katze entscheiden zu müssen!"
In solchem Momenten denke ich, sie hat schon davor gewusst, dass wir irgendwann mal bei einer Katze unterkommen würden.
Ihre Antwort darauf: "Mau!"
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